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ich konstatiere: (Allgemein)
das Board scheint langsam zu sterben...
Seit selbst die Traditionsboardies, z.B. BW, Trapper, Suspekt, Missi, Dornfelder,
Only, Seykota, Dieslrae u.s.w. sich nicht mehr zum Börsen- und oder Weltgeschehen
äussern, ist die Diskussionskultur doch erheblich weniger geworden, und da die
50-60 anonymen Mitleser sich auch nie beteiligen, und da keine neuen Boardies
hinzukommen, seh ich schwarz für`s Aktienforum/Politikforum...
Vl. ist aber auch schon zu jedem Thema alles gesagt...
Na, ja, trotzdem schade, man hatte sich gewöhnt, regelmässig reinzuklicken
und seinen Senf zu der einen oder anderen Sache dazuzugeben, ohne Boardies
keine Themen und somit kein Senf, so funktioniert`s halt nicht...
Nix für Ungut, und wieder an die Arbeit,
Gruss, Toni
Sommerloch, Ferien...
[ kein Text ]
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Prognosen sind mittel- bis langfristig. Sie können falsch sein. Gold + autarkes Haus in ländl. Region könnten in einer Krise nützlich sein. Hungersnot und bürgerkriegsähnl. Zustände sind möglich, ein atomarer Anschlag ist noch nicht zu befürchten.
ich konstatiere:
Hi,
das ich hier Erwähnung finde wundert mich, habe ich doch 2005 mit der Börse aufgehört und mich anderen Dingen gewidmet.
Meine neue Leidenschaft ist die Fotografie und ich verbringe sehr viel Zeit damit. Im Naturschutzgebiet, morgens um 6, ist es nicht nur wunderschön, sondern die Kreativität läuft auf Hochtouren
Mittlerweile nutze ich diese Gelegenheiten nicht nur um Tiere zu fotografieren, sondern auch um Konzepte zu durchdenken und gestalten. Bei der "People"-Fotografie lerne ich Menschen und ihre Wesen kennen. Ebenfalls total spannend und "lehrreich".
Ich vermisse die Börse nicht und spüre auch kein Verlangen zurückzukehren.
Ich schaue hier trotzdem gelegentlich noch rein, muss aber sagen dass ich kaum etwas lesenswertes finde. Der Eine oder Andere hier könnte glaube ich mal eine Auszeit gebrauchen. Ich erkenne teilweise bedenkliche Züge *g
Geht mich aber nix an und jeder hat sein Heft in der Hand.
Liebe Grüße
Sey
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“Remember that happiness is a way of travel, not a destination.”
Roy Goodman
Wenn man Zeit hat
sich mit der schönsten Nebensache der Welt zu befassen, Börse, dann schreibt man was dazu. Wenn man aber jede Menge Arbeiten erledigen muss weil die Auftragsbücher voll sind, dann muss das abgearbeitet werden.... also ich werde mich, wenn Zeit da ist gerne einschalten, aber derzeit reicht es nicht einmal zum lesen... wobei SEy...
bald iss nix mehr mit fotografieren.... Arbeit ruft mit Hochdruck, es geht los... anschnallen und festhalten 
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Egal wie tief man die Messlatte des
geistigen Verstandes eines Menschen legt,
es gibt jeden Tag jemanden,
der bequem darunter durchlaufen kann!
Wenn man Zeit hat
Na dann lass mal hören. Wobei ich immer ein Eckchen für´s Fotografieren finde. Es sei denn es läuft ab wie im letzten Spätherbst... dann wird´s tatsächlich erstmal nix.
Mail wegen der Wurstbestellung bekommst du die Tage. Sind noch nicht ganz einig wieviel wovon *g
Grüße
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“Remember that happiness is a way of travel, not a destination.”
Roy Goodman
für mch 1x Currywurst/Pommes, muss aber bis 14.00 hier sein
ja ja, wenig Zeit, hier posten soll ja auch kein Full Time Job sein, Du hast
doch z.B oft Nachts (mit großem N) geschrieben, war eben auffällig, dass die
letzten 5 Tage nur `n paar Postings zu betrachten waren, insgesamt ist es
eben ruhiger hier geworden, ist zumindest mein Eindruck...
an den SDS hatte ich mich inzwischen auch gewöhnt, wenn man das von Ballack (BO)
kopierte ole, ola Geschreibsel und den Turbo Bull Dax Call übersieht, kamen doch immer mal witzige und interessante Statements, wogegen die Boardies, die Ihn nach
der mittlerweile wirklichen langen Zugehörigkeit zum Board so plötzlich auf
dem Kieker hatten, bw, trapper, suspekt, dorni sich eben zuletzt doch sehr
rar gemacht haben...
nun denn, vergiss mein Currywurst nicht, hab Hunger...
Gruss
ups, wollte auf Suspekt antworten...
[ kein Text ]
Ich hab den nicht auf dem Kieker, aber man darf auch
mal etwas vernünftiges zwischen all dem Müll erwarten den er hier ablässt, aber das es eine immer größere Müllhalde wurde, dass musste doch auch nicht sein. Weniger ist eben manchmal mehr....
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Egal wie tief man die Messlatte des
geistigen Verstandes eines Menschen legt,
es gibt jeden Tag jemanden,
der bequem darunter durchlaufen kann!
Wenn man Zeit hat
Na dann lass mal hören. Wobei ich immer ein Eckchen für´s Fotografieren finde. Es sei denn es läuft ab wie im letzten Spätherbst... dann wird´s tatsächlich erstmal nix.
ich denke es wird etwas schlimmer werden.... so wie es ausieht, dazu kommt das wir eigentlich nächste Owche beginnen müssten..... ich arbeite gerade auf Hochdruck daran... wir sprechen...
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Egal wie tief man die Messlatte des
geistigen Verstandes eines Menschen legt,
es gibt jeden Tag jemanden,
der bequem darunter durchlaufen kann!
re
mir gehts in teilen ähnlich wie sey:
börse ist nicht mehr so interessant wie früher. hatte in den letzten jahren aus zeitgründen ein board/inet-seite nach der anderen "aufgegeben" - nicht nur börsenforen, sondern auch andere hobbys betreffend. das tut jedes mal weh, aber nach einer weile vermisst man's nicht mehr so sehr und irgendwann merkt man, dass es eben auch ohne geht.
andere dinge haben eben absolute priorität: familie, freunde, job - "frisst" alles zeit. als student hat man halt viel zeit und wenig geld, da kann man's sich leisten, aktiv in nem halben duzend foren zu sein. aber nach 8 jahren will man (= wolf) eben irgendwann auch mal geld verdienen. und das geht leider nur, indem man zeit "opfert". hab jedenfalls noch keine andere (legale *g*) methode gefunden.
das board hier (bzw. sein vorgänge bei börse online) gehört zu den wenigen übriggebliebenen foren, in die ich noch mehrmals die woche zumindest reingucke. das schreiben verkneife ich mir schon länger. warum? hauptsächlich, weil auch hier das phänomen namens "adverse selection" zugeschlagen hat (für alle nicht-vwl'er: "die interessanten poster gehen, die deppen bleiben übrig" ...möge sich angesprochen fühlen, wer will - die, auf die's ankommt, wissen schon bescheid, wer gemeint ist).
freue mich, hin und wieder mal ein lebenszeichen von leuten wie sey und dorni zu lesen, und ab und zu ist ja auch noch der eine oder andere interessante beitrag dabei - iss ja nich alles mist! solange sich das nicht ändert, guck ich auch weiterhin hier vorbei.
@sey: kann man deine fotos irgendwo online bewundern?
lg,
bw

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If there are still people here in 200 years, they won't be living the way we do. I can make that prediction with confidence, because if people go on living the way we do, there won't be any people here in 200 years. (Daniel Quinn)
re
@sey: kann man deine fotos irgendwo online bewundern?
noch nicht... tummele mich nur in 2 Fotoforen. Da es jetzt ein bisschen Ernster wird, mache ich ne Page. Ist im Herbst fertig 
Schwerpunkt ist Tiere und Menschen.
sowas kommt da bei rum..
![[image]](http://lh4.ggpht.com/_b5F1x9GMLU0/TAwFDRQmuII/AAAAAAAABFw/ibFayzwMQQc/IMG_002641.jpg)
![[image]](http://lh5.ggpht.com/_b5F1x9GMLU0/S9wUg7PhpDI/AAAAAAAAA1g/NEfDe-tmD2E/IMG_000679.jpg)
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![[image]](http://lh5.ggpht.com/_b5F1x9GMLU0/TD2GJEHLVHI/AAAAAAAABQ0/-Bq_cbH0FvY/IMG_003813v.jpg)
Viele Grüße
Sey
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“Remember that happiness is a way of travel, not a destination.”
Roy Goodman
re
ein paar noch 
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![[image]](http://lh3.ggpht.com/_b5F1x9GMLU0/TFJwXURTfBI/AAAAAAAABT8/pWFQRhtBLb8/IMG_000170sw_1000.jpg)
![[image]](http://lh3.ggpht.com/_b5F1x9GMLU0/TFJwZd8jtTI/AAAAAAAABUA/eo2BOM2adSM/IMG_8325sw.jpg)
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“Remember that happiness is a way of travel, not a destination.”
Roy Goodman
bin sprachlos - klasse! :o)
[ kein Text ]
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If there are still people here in 200 years, they won't be living the way we do. I can make that prediction with confidence, because if people go on living the way we do, there won't be any people here in 200 years. (Daniel Quinn)
der Schuss mit der Eule sieht genial aus!
[ kein Text ]
Jo, viele interessieren sich nicht mehr für Börse,
ist doch seit 10 Jahren nichts nach oben passiert.
baba, sey, Du, dornfelder.... alle maximal nur noch langfristig engagiert oder in cash, da ja Börsenkrach sowieso folgt, bzw nuckeln an den Goldmünzen.
Obendrauf hier Kochrezepte, Fotos, Islam, Geburtstagsglückwünsche.
Der eigentliche Gedanke (Börsenforum, Hilfe beim Auffinden von lukrativen WKNs, etwas Fußball, viel Witz) kaum noch vorhanden.
Lohnt wirklich kaum noch 
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Prognosen sind mittel- bis langfristig. Sie können falsch sein. Gold + autarkes Haus in ländl. Region könnten in einer Krise nützlich sein. Hungersnot und bürgerkriegsähnl. Zustände sind möglich, ein atomarer Anschlag ist noch nicht zu befürchten.
Times are changing ...
fällt mir dazu gerade ein. Und mit der Zeit ändern sich oft auch die Prioritäten, die man sich (freiwillig) selbst setzt oder die einem (ungewollt) auferlegt werden.
Ich kann mich davon nicht ausschließen - vor allem in letzter Zeit fordern mich Job und Familie und lassen für private Aktivitäten wenig Spielraum. Nichts desto trotz schaue ich hier fast täglich ein bis zwei Mal kurz rein. Ich würde mir von den --> Spezies allerdings wünschen, dass auch mal chancenreiche Langfristinvestments angesprochen werden, über die es sich zu informieren lohnt.
Als Vollprofi dürfte auch mal von Dir, ChartTec, ein Hinweis oder Diskussionsanstoß dazu erfolgen - bist ja nicht nur "Hausherr" sondern auch der Lenker des Boards
Ansonsten empfinde ich es als sehr erquicklich, dass hier jederzeit auch "Nebenschauplätze" zur Börse erlaubt sind. Das macht das Board menschlich und seine "Be(i)wohner" offenbaren (oft ungewollt) mehr, als ihnen bewusst und manchmal sogar lieb ist
Und so hat hier jeder seine Ecken und Kanten, die der aufmerksame Leser wohl registriert, zumal der Kreis der (mehr oder weniger) Aktiven sehr überschaubar ist.
Und obwohl das so ist, ist es fast schon wieder ein Phänomen, dass sich trotz der kleinen Gemeinschaft Cliquen gebildet haben - auch das eine menschliche Aktion, die auch im anonymen I-Net funktioniert
Bin gerade mitten in der Steuer - aber diesen, meinen Senf wollte ich trotzdem noch loswerden
In diesem Sinne grüßt euch ganz herzlich
Eure Missi
der die kleine Abwechslung vom Zahlenwust sehr gut getan hat
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Willst du den Wert des Geldes kennenlernen, geh und versuche dir welches zu borgen.
(Benjamin Franklin, amerikan. Politiker, 1706-1790)
langfristinvest
nun gut fang ich mal an mit solch langfristinvestüberlegungen.
http://www.godmode-trader.de/nachricht/Was-kostet-die-Welt-Investoren-stuerzen-sich-auf...
Was kostet die Welt? Investoren stürzen sich auf Ackerland
von Martin Pachtner
Freitag 16.07.2010, 10:16 Uhr
Gegenwärtig leben rund 6,8 Milliarden Menschen auf der Erde. Jede Stunde werden mehr als 15.000 Babys geboren. Jahr für Jahr ergibt sich ein Bevölkerungszuwachs von rund 80 Millionen Erdenbürgern. Das entspricht annähernd der Gesamtbevölkerung Deutschlands. Bis zum Jahr 2050 wird die Weltbevölkerung nach Schätzungen der Vereinten Nationen um etwa 2,5 Milliarden zulegen. Diese Entwicklung hat drastische Folgen: Das verfügbare Ackerland pro Kopf nimmt mit jeder Sekunde ab, während die Anforderungen an die Lebensmittelproduktion steigen. Schreibt man den Trend fort, entfällt nach 600 Jahre auf jeden Menschen gerade noch einmal ein Quadratmeter fruchtbares Ackerland.
Selbst wenn es sich dabei um ein Extrembeispiel handelt, ändert das nichts an der fundamentalen Problematik: Der Rohstoff Ackerboden ist zum knappen Gut geworden, um das sich Investoren mittlerweile regelrecht reißen. Vor allem institutionelle Anleger wie Banken und Staatsfonds kaufen seit einigen Jahren rund um den Globus Agrarflächen auf. Aber auch das Interesse der Privatanleger wächst, schließlich bieten Investitionen eine ganze Reihe wesentlicher Vorteile. Grundsätzlich zeichnet sich die Anlageklasse durch hohe Wertstabilität und geringe Korrelation mit anderen Anlageinstrumenten wie Aktien oder Anleihen aus. Diese Annahmen werden beispielsweise von einer Studie der Credit Suisse zur Entwicklung des nordamerikanischen Agrarlandmarktes untermauert. Demnach wiesen die Preise für Ackerland im Zeitraum von 1992 bis 2009 eine Schwankung von 6,2 % auf, während der als Vergleichsindex gewählte S&P 500 mit 16,5 % deutlich stärkere Ausschläge verzeichnete. Das ist umso bezeichnender, als die Performance nicht zwangsläufig unter der niedrigen Volatilität leiden muss: Während es der S&P 500 lediglich auf einen durchschnittliche annualisierte Rendite von 7,7 % brachte, war mit Ackerland eine Rendite von 11,3 % erzielbar.
Allerdings sollte beachtet werden, dass die Renditekennzahlen maßgeblich von der aktiven Bewirtschaftung abhängen. Etwa zwei Drittel der Einnahmen stammen aus der Vermarktung von Anbauprodukten, nur ein Drittel geht auf das Konto von Landwertsteigerungen. Wird die Agrarfläche lediglich verpachtet, fallen die Erträge niedriger aus. Als groben Richtwert für die Höhe von Pachterträgen lassen sich 2-3 % pro Jahr heranziehen, wodurch sich in vorliegendem Beispiel im schlechtesten Fall eine Rendite von rund 5,8 % pro Jahr ergeben hätte. Angesichts der hohen Wertstabilität handelt es sich dabei noch immer um ein durchaus respektables Ergebnis. Vor allem dann, wenn die geringe Korrelation mit anderen Anlageklassen in Betracht gezogen wird: Diese liegt laut Studie historisch betrachtet lediglich bei 0,05 bis 0,35. Anlagen in landwirtschaftliche Nutzflächen wären über die letzten beiden Jahrzehnte eine gute Beimischung für die meisten Depots gewesen, schlussfolgert Credit Suisse Analyst Retho Menthgetti.
Die Tendenz zur Landnahme durch Investoren wird sich in Zukunft wohl noch beschleunigen, vor allem da die Renditebetrachtung nur einen Teil der Gleichung ausmachen. Nicht zuletzt seit der Explosion der Nahrungsmittelpreise im Jahr 2008 stehen für viele Staaten und deren Fonds verstärkt politische und strategische Zielsetzungen im Vordergrund. Die langfristige Versorgung der wachsenden Bevölkerung mit Nahrungsmitteln stellt viele Volkswirtschaften vor große Herausforderungen. Das gilt sowohl für boomende ostasiatische Schwellenländer wie China, als auch für die ölreichen, aber wasserarmen Staaten des Nahen Ostens. Daneben spielt die Produktion von Biokraftstoffen eine immer größere Rolle. Experten rechnen deshalb einhellig mit weiteren Landkäufen internationaler Investoren. Alleine in den letzen drei Jahren haben internationale Investoren nach Schätzungen des unabhängigen „International Food Policy Research Insitute“ (IFPRI) 15-20 Millionen Hektar Agrarland unter ihre Kontrolle gebracht. Das entspricht selbst im niedrigsten Fall deutlich mehr als der dreifachen Staatsfläche der Schweiz. Wohlgemerkt handelt es sich dabei um produktiv nutzbares Agrarland, was nur für einen Teil jeglicher Staatsflächen gilt.
Die Kosten für den Großeinkauf erscheinen moderat, selbst wenn die teils sehr geringen Bodenpreise in Afrika und Südamerika in Rechnung gestellt werden. Das IFPRI geht von 20-30 Milliarden US-Dollar aus, die für Kauf oder langfristige Pacht aufgewendet wurden. Das würde im günstigsten Fall gerade einmal 1000 US-Dollar pro Hektar ausmachen. Eine einfache Rechnung veranschaulicht, wie billig die Transaktionen tatsächlich waren: Die gesamte Landfläche der Erde beträgt etwa 14,89 Milliarden Hektar. Würde man für jeden Hektar nur 1.000 Dollar ansetzen, wäre ein Betrag von 14,89 Billionen Dollar fällig. Darin sind unproduktive Standorte wie Steppen, Wüsten, Hochgebirge und Permafrostböden enthalten. Auf dieser Preisbasis hätte das Bruttoinlandsprodukt der EU im Jahr 2009 von mehr als 16 Billionen US-Dollar ausgereicht, um die gesamte Landfläche der Erde unter Kontrolle zu bringen. Auch wenn das Beispiel stark überzogen ist, veranschaulicht es klar warum unter Investoren eine regelrechte Jagd auf fruchtbaren Boden entbrannt ist: Langfristig betrachtet erscheint die Anlageklasse derzeit spottbillig.
Das gilt umso mehr, als der Produktionsfaktor Boden beständig knapper wird, jedoch immer mehr Menschen ernährt werden müssen. Denn um dem Wachstum der Weltbevölkerung Rechnung zu tragen, muss die globale Nahrungsmittelproduktion bis zum Jahr 2050 um 70 Prozent gesteigert werden (OECD – FAO Agricultural Outlook 2009 – 2018). Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) fast die Problematik in einem Diskussionspapier zusammen: „Anhaltendes Bevölkerungswachstum, Urbanisierung, und damit einhergehende fortschreitende Flächenversiegelung sowie Klimawandel, Desertifikation und großflächige Erosion erhöhen den Druck auf Boden und damit verbundene natürliche Ressourcen. Zusätzlich verstärkt sich die Konkurrenz um knappes Agrarland durch steigende Nachfrage nach Nahrungs- und Futtermitteln sowie nach Biomasse zur stofflichen und energetischen Nutzung vornehmlich im fortdauernden Wachstums- und Entwicklungsprozess der Industrie- und Schwellenländer.“
Sieht man einmal von den häufig auftretenden vielfältigen sozialen und ethischen Problemen von Landinvestitionen in Schwellenländern ab, erscheint ein langfristiges Engagement durchaus vielversprechend. Allerdings bestehen für Privatinvestoren kaum Möglichkeiten, ohne drastischen Aufwand an der Entwicklung zu partizipieren. Auch wenn der überwiegende Teil der Transaktionen von Privatunternehmen getätigt wird, ist das nur sehr bedingt ein Zeichen für tatsächliches privatwirtschaftliches Engagement: Häufig streifen sich Staatsfonds oder ausländische Regierungen ein „privates“ Gewand über, um politische Widerstände besser umgehen zu können. Eine Alternative für Privatinvestoren bieten Investmentfonds und einzelne Aktiengesellschaften, die sich auf den Ankauf und die Nutzung von Agrarflächen spezialisiert haben. Dabei ist zu beachten, dass es zwar viele so genannte „Agrarfonds“ gibt, die wenigsten davon jedoch direkt als Farmer tätig sind. Vielmehr erwerben die meisten lediglich Anteile an börsennotierten Gesellschaften, die direkt oder indirekt im Agrobusiness tätig sind, wie beispielsweise die Titel von Landmaschinen,- Chemie- oder Düngemittelherstellern.
Zu den wenigen Ausnahmen gehören beispielsweise die Fonds der „AGRARinvest“-Familie des Beteiligungshauses Aquila, die schwerpunktmäßig in Farmen in Neuseeland und Südamerika investieren. Auch die australische Investmentbankbank Macquarie offeriert mit dem Macquarie9: Agrar DirektInvest, der in australische Agrarbetriebe, Grund und Boden sowie in die für die Bewirtschaftung erforderlichen Wasserrechte investiert, eine direkte Beteiligung am Agrarsektor. Anleger sollten sich jedoch darüber im Klaren sein, dass die von den Fondsgesellschaften in Aussicht gestellten beachtlichen Renditen nicht garantiert sind. Sowohl die angesetzten Wertsteigerungskomponenten als auch der angepeilte Cashflow aus der Vermarktung der Erzeugnisse sind Marktschwankungen unterworfen. Darüber hinaus sind teilweise hohe Gebühren und versteckte Kosten zu schultern. Dennoch kann eine Beteiligung zum Zweck der Depotdiversifikation durchaus sinnvoll sein.
Im Bereich der Einzeltitel bietet sich vor allem die schwedische Gesellschaft Black Earth Farming Ltd. (BEF) (ISIN: SE0001882291) als Investment an. Das Unternehmen erwirbt, entwickelt und betreibt Agrarprojekte vornehmlich in der russischen Schwarzerderegion. Schwarzerde ist ein leistungsfähiger und stabiler Boden, und wird deshalb intensiv für den Ackerbau genutzt. Die Bodenfruchtbarkeit beruht auf einem stabilen Gefüge und guter Wasser- und Nährstoffverfügbarkeit sowie günstigen pH-Werten und einem reichen Bodenleben. Zum Ende des letzten Jahres kontrollierte die Gesellschaft 330.000 Hektar des Bodens, von denen 183.000 Hektar bereits bewirtschaftet werden. Sowohl die bewirtschaftete Fläche als auch das Flächenportfolio sollen zukünftig sukzessive ausgeweitet werden. Für Anleger mit langjährigem Horizont könnte die Aktie eine interessante Möglichkeit sein, sich verhältnismäßig günstig einen Anteil an den knapper werdenden hochwertigen Agrarflächen der Welt zu sichern.
Wer dagegen die Risiken ausländischer Investition scheut, kann bei der Suche nach Agrarbeteiligungen in der EU beispielsweise auf die deutsche KTG Agrar AG (ISIN: DE000A0DN1J4) setzen. Die Gruppe vereint unter dem Dach der KTG Agrar AG mit Sitz in Hamburg mehr als 30 Betriebsgesellschaften. Insgesamt bewirtschaftet das Unternehmen derzeit eine Fläche von mehr als 30.000 Hektar in Deutschland und Litauen. Die Kernkompetenz ist der ökologische und konventionelle Anbau von Marktfrüchten, insbesondere von Getreide, Mais und Raps sowie deren Vermarktung. Ein Teil der Agrarrohstoffe wird zur Strom- und Wärmeproduktion in eigenen Biogasanlagen eingesetzt. Nach eigenen Angaben handelt es sich um einen der führenden Agrarbetriebe Europas, der damit auch von den hohen Subventionen der EU profitiert.
Hallo Trapper
Danke für den interessanten Artikel. Darüber hinaus könnte ich mir jedoch vorstellen, dass heutiges Ackerland rund um die Großstädte eine zwar hoch spekulative, aber evtl. lukrativere Alternative sein dürfte.
Viele Städte platzen bereits heute "aus den Nähten" und die Rückkehr vieler Häuslebauer, die, aus welchen Gründen auch immer, wieder in die Nähe der Stadt zurück wollen, tut ein übriges. Irgendwann wird das Ackerland dann als Bauland ausgewiesen und schon steigt der m²-Preis um ein Vielfaches
Wenn's denn gar so einfach wäre ...
Mit dieser Idee haben sich in der Vergangenheit schon einige Verkäufer gesund gestoßen, während ihre Kunden noch heute auf wertlosem Grund und Boden sitzen.
Die Spekulation auf knappes Agrarland ist die eine Seite. Was aber ist mit Wasser? Das Thema wird immer mal wieder hochgespielt, aber so richtig scheint es sich noch lange nicht in den Köpfen festgesetzt zu haben ...?
Nette Grüße
Missi
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Willst du den Wert des Geldes kennenlernen, geh und versuche dir welches zu borgen.
(Benjamin Franklin, amerikan. Politiker, 1706-1790)


